Direkt zum Inhalt

Camping & Glamping

Camping ©Tirol Werbung - Pupeter Robert

Relevanz Camping in Tirol

Knapp über 1 Mio. Nächtigungen wurden in der Tiroler Tourismusstatistik in der Sommersaison 2015 im Bereich Camping ausgewiesen, was rund 4% Anteil an den gesamten Sommernächtigungen bedeutet. Im Zeitraum von Sommer 2010 bis Sommer 2015 sind die Campingnächtigungen um +16,9% gestiegen. Im Winter ist die Relevanz mit knapp 290.000 Nächtigungen in der Saison 2014/15 erwartungsgemäß geringer.

Für fast die Hälfte aller Campingnächtigungen in der Sommersaison 2015 ist der Herkunftsmarkt Deutschland verantwortlich, 27% fallen auf die Niederlande. Dahinter liegen mit Abstand die Schweiz (knapp 6%) und Österreich (rund 4%). Knapp 16% der Nächtigungen, die im Sommer 2015 in der Kategorie Camping gezählt werden, wurden im TVB Erste Ferienregion im Zillertal gemeldet, rund 9% fielen im TVB Innsbruck und seine Feriendörfer an. Dahinter folgen der Alpbachtal Seenland Tourismus mit 8% und Ötztal Tourismus mit 7%.

(Quelle: Tiroler Landesstatistik)

 

Kontakt:
Tirol Werbung - Marktforschung
mafo@tirolwerbung.at

 

Glamping - das ist die Kombination aus Glamourous & Camping. Diese Wortkreation stammt aus dem englischen und niederländischen Sprachraum und verbindet das scheinbar Unmögliche. Viele haben Camping als eine sehr einfache Form der Unterbringung im Kopf. Moderene Campingplätze und alternative Beherbergungsanbieter setzen jedoch immer mehr auf den Trend, luxeriöse Unterkünfte in der Natur anzubieten. Daraus ist der Trend des Glamping entstanden. Das Angebot reicht dabei von Baumhäusern über Safari- und Lodge-Zelten bin hin zu Jurten, Tipidörfern oder Holzfässern. Angesprochen werden durch dieses neuartige Angebot vor allem Paare und Familien. Diese können somit die Annehmlichkeiten eines Campingurlaubes mit Komfort und Convenience verbinden.

Glamping-Unterkünfte sind somit komplett eingerichtete und ausgestattete, geräumig Zelte, Mobilheime oder Baumhäuser, welche neben Wohnbereich und Schlafzimmer auch Küche und nicht selten ein privates Bad anbieten. Die Idee des Glamping stammt ursprünglich aus Amerika, wo man die Nähe zur Natur mit Komfort und Service verbinden wollte. Heute findet man Glamping-Unterkünfte auf der ganzen Welt. Zu den außergewöhnlichsten Glamping-Beispielen zählt das Boutiquehotel Museum Hotel mit Höhlen und Steinhäusern in Kappadokien,  welches schon von den Persern, Römern und Osmanen benutzt wurden. Die Conestoga Ranch in Utah biete auf einer Fläche von 18 ha Unterkünfte für knapp 200 Personen. Dabei kann der Gast zwischen komfortablen und luxeriösen Glamping-Zelten oder Planwagen als Unterkunft wählen. An der italienischen Adria gibt es sogar ein ganzes Glamping-Dorf. Das Villaggio Barricata liegt im Po-Delta, einem UNESCO Weltnaturerbe. Vorreiter in Europa ist allerdings Frankreich mit Beispielen wie dem Campingplatz Domaine Le Midi auf der Ile de Noirmoutier an der Westküste Frankreichs, dem Ferienpark Lodges en Provence in den Weinbergen des Département Vaucluse mit 50 umweltfreundlichen Lodges aus Holz und naturfarbenen Zeltplanen oder dem Camping Les Pêcheurs, einem Geheimtipp für Familien.

Glamping ist somit eine interessante Alternative für Gäste, welche gerne in der Natur sind, ihren Freiraum und ihre Individualität geniessen, gleichzeitig jedoch nicht auf Luxus, Komfort und Stil verzichten möchten.